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Was ist denn ein Barcamp?

Was ist denn ein Barcamp?


Vor ein paar Monaten hatte ich mich zu einem Seminar / Workshop angemeldet. Das war als "Camp" bezeichnet. Ich habe mir nicht viel dabei gedacht, da ich mittlerweile weiß, dass aus Marketinggründen öfter mal "alte" Bezeichnungen für etwas Neues und neue Bezeichnungen für etwas Altes verwendet werden. So habe ich zum Beispiel in der vergangene Woche erfahren, dass der Begriff "Workshop" altbacken ist, treffender sei "Jam". Okay, bisher hielt ich Jam für Marmelade.
 

Doch zurück zum Camp. Ein paar Tage wurde mir bewusst, dass es gar keine Agenda gibt. Die Themen werden vor Ort von den Teilnehmern festgelegt. Wollte ich das? Okay, bezahlt ist bezahlt. Also beschloss ich, hinzufahren. Ich würde zumindest interessante Menschen treffen.
 

Das Camp startete unter anderem mit dem Satz: Wer einmal ein "Barcamp" erlebt hat, der möchte kein andere Form (Seminar, Workshop, Konferenz, Tagung) mehr mitmachen. - Nun war ich neugierig. Und vorweg genommen: An dieser Aussage ist was dran!

Was ist ein Barcamp?


Ein Barcamp ist ein offenes Format und wird auch als "Unkonferenz" oder Open-Space (-Methode) bezeichnet. Das Format hat viele Vorteile und ein paar wenige Regeln. Die Idee stammt von Harrison Owen. Er hatte als Rückmeldung zu einer konventionellen Konferenz erfahren, dass die Teilnehmer die Kaffeepausen als die produktivsten und anregendsten Phasen der Konferenz angesehen haben. Das ging mir auch öfter so. Denn von der Anmeldung zu einem Seminar bis zum Beginn vergehen oft Monate, in denen ich mich weiterentwickelt habe und ganz andere Details für mich wichtig sind. Und dann habe ich den größten Nutzen aus den Pausengesprächen gezogen. Harrison Owen hat jedenfalls aus dieser Erkenntnis die Methode der "Open Space Conference" entwickelt.
 

Was braucht man für ein Barcamp?
 

  • Teilnehmer - Wir waren über 70.
  • Eine Überschrift, ein Thema - Einen Titel hatte das Ganze bereits bei der Anmeldung.
  • Einen Moderator.
  • Mehrere Räume für die einzelnen, parallel stattfindenden Sessions. - Wir hatten 5 Räume, davon ein größerer.
  • Viel Kaffee und Getränke auch während der Sessions für einen klaren Kopf und auch für Gemütlichkeit.
  • Flipcharts, Stifte, A5-Post-Its
  • gute Laune
     

Wie funktioniert ein Barcamp?


Jeder Teilnehmer kann selbst eine Session anbieten. Das kann ein Vortrag, ein Miniworkshop, eine Diskussionsrunde, eine Problem, zu dem die Lösung fehlt, sein. Jeder Teilnehmer kann an Sessions teilnehmen, zuhören oder sich einbringen. Oder er macht einfach mal Pause, zieht sich zurück oder führt ein Gespräch in kleinem Rahmen.
 

Zuerst gibt es eine gemeinsame Begrüßungs- und Kennenlernrunde. Für die Sessions wird eine Tabelle an der Wand oder auf einer Tafel vorbereitet. Die Tabelle besteht aus Slots. Das sind Spalten, z.B. für die einzelnen Räume. Außerdem wird ein Zeitraster festgelegt, wann Sessions stattfinden, z.B. je 1 Stunde. Das sind die Zeilen. Dann geht es an die Festlegung der Sessions. Jeder der möchte, schreibt auf ein A5-Post-It sein Thema. Anschließend stellt er es kurz vor. Dann klebt er sein Post-It in eines der Felder der Tabelle. Am Ende Session-Vorstellungsrunde ist dann jedes Feld gefüllt. Falls nicht, ist das nicht schlimm. Vielleicht kommt ja noch ganz spontan ein interessantes Thema im Laufe des Tages auf.
 

Nun kann es schon fast losgehen. Vorher gibt es noch ein paar Regeln. Und diese Regeln haben in meinen Augen etwas mit Vertrauen zu tun. Und zwar Vertrauen in sich, dass man die für sich richtige Entscheidung trifft, an dieser oder jener Session teilzunehmen und dass man damit zu dieser Zeit genau am richtigen Platz ist. Und die Regeln sorgen für konstruktive Entspannung.
 

Was sind die Regeln?

Die da sind, sind genau die Richtigen

Das schöne an der Open Space Conference ist: Die Personen, die an der Conference teilnehmen, sind genau die Personen, welche hier und jetzt mit mir gemeinsam das Thema diskutieren wollen. Das gibt unheimliche Energie, denn die, die da sind, wollen wirklich. Und die anderen bringen ihre Energie gerade woanders ein.

Und was ist, wenn keiner zu meiner Session kommt?

Dann bin ich allein der oder die "Richtige". Das passiert. Dann kann ich die Zeit für mich und mein Thema nutzen, mache Pause oder schaue in eine andere Session.

Was auch immer geschieht: es ist das Einzige, das geschehen kann

Hätte, sollte, könnte - bringt uns nicht weiter. Ich bin Teil dieser Session. Ich nutze die Zeit, konzentriere mich auf das, was gerade passiert und bringe mich ein. Ich nutze die Möglichkeiten, die sich gerade auftun. Denn, was ich jetzt nicht einbringe, oder was jetzt nicht passiert, hat später keine Bedeutung mehr.

Es fängt an, wenn die Zeit reif ist.


Nicht alles lässt sich in ein Zeitraster pressen - insbesondere, wenn es um Kreativität und neue Ideen geht. Vielleicht kommt erst gegen "Ende" eine tolle Idee. Oder es kommt eine "Hummel" mit dem richtigen Input vorbei, und nun geht die Diskussion erst richtig los. Und sie kann auch länger dauern.

Vorbei ist vorbei und Nicht vorbei ist nicht vorbei

Wenn alles gesagt ist und vielleicht schon nach 20 Minuten ein tolles Resultat erzielt wurde, sollte man ein Thema nicht tot reden. Dann wendet man sich etwas Neuem zu oder macht Pause.

Es kann auch passieren, dass die vorgesehene Zeit vorbei ist, es aber jetzt erst so richtig spannend wird. Dann kann man an einem neuen Ort weitermachen oder ein neues Treffen planen (Wo ist gerade ein Raum frei?). Denn solange man nicht fertig ist, ist man auch für Neues nicht offen.

Dann gibt es noch das "Gesetz der 2 Füße".

Dieses Gesetz erlaubt mir, eine Session zu verlassen, wenn ich nichts mehr beizutragen habe. Das ist eine Frage der Ehrlichkeit, auch gegenüber der Gruppe. Deshalb ist es nicht nur erlaubt, sondern vorgeschrieben. Denn ich bin nur produktiv, wo ich meine Aufmerksamkeit und meine Energie einbringen will.

So kann ich mich zum Beispiel auch als "Hummel" bedächtig von Workshop zu Workshop bewegen und Energie vom einen zum anderen Workshop bringen. Oder ich kann als "Schmetterling" im Raum "herumflattern", mich weniger in Sessions sondern mehr beim Kaffee aufhalten, Anziehungspunkt oder Inspiration für andere sein.
 

Welche Vorteile sehe ich?


Vielleicht kennen Sie das auch. Mir geht es jedenfalls oft so: Wenn ich mich vor einem halben Jahr oder länger für ein Seminar angemeldet habe, war das für mich hoch interessant. Nun nach Monaten, habe ich vielleicht bereits viel mehr Wissen. Mich interessieren dann die Basics nicht mehr, denn ich stehe nun vor ganz anderen Herausforderungen.


Ein Barcamp schafft Abhilfe. Diese Veranstaltungsform ist für den Einzelnen sehr produktiv, weil man sich genau dem Thema zuwendet, was gerade ansteht. Entweder man besucht eine entsprechende Session oder man bietet selbst eine Diskussion an. Durch die konzentrierte Zusammenarbeit von Menschen, die das Thema aus verschieden Sichtweisen betrachten, kommen auf alle Fälle Impulse oder Ergebnisse oder auch überraschende Resultate. Oder es eröffnen sich neue Wege. Und daran kann man sofort wieder anknüpfen, indem man eine neue Session dazu anbietet. 
 

Was hat es mir dieses Barcamp konkret gebracht?
 

  • ganz konkrete Tipps, wie ich die eine oder andere aktuelle Herausforderung in meinem Business meistern kann.
  • Überraschungen, das heißt Inspirationen für mich und mein Business, an die ich im Traum nicht gedacht hätte. Konkret: Wie kann ich Duftkompositionen dazu nutzen, mir und meinen Kunden einen Energiekick zu geben? oder: Wie gestalte ich Flipcharts, die in Erinnerung bleiben?
  • neue Kontakte
  • viele intensive Gespräche, nicht nur kurz in der Pause, sondern bei der Arbeit in den Sessions
  • Partnerschaften.

Mein Fazit: Zukünftig werde ich Barcamps jeder anderen Veranstaltungsform vorziehen.

 

Haben Sie schon Barcamps besucht? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Schreiben Sie doch gern einen Kommentar.

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